Tiere im Wald

Unsere Wälder bieten vielen Tieren einen Lebensraum. Sie finden hier Schutz und Nahrung. Der Wald profitiert auch von seinen tierischen Bewohnern, denn sie tragen zu seinem Erhalt und seiner Gesundheit bei.

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Waldbewohner stellen sich vor

Die Tiere im Wald tragen durch ihre speziellen Eigenschaften und Verhaltensweisen entscheidend zur Vielfalt und Gesundheit des Waldes bei.

Um welches Tier handelt es sich? Wähle aus!

fgIch bin sehr flink und kann Sprünge von bis zu 4 m machen. Ich kannmeine Füße um 180 ° drehen, um besser klettern zu können. Mein Reviermarkiere und verteidige ich mit meinem Kot. Du erkennst mich an meinemgelben, runden Kehlfleck.BaummarderIch bin das größte marderartige Raubtier in Österreich. Ich kann 800-malbesser riechen als der Mensch und bin ein Allesfresser. Neben Larven, Käfernund Regenwürmern fresse ich auch Fallobst, Gelege von Wiesenbrütern,Reptilien und kleine Säuger.Europäischer DachsIch bin für die Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts von Bedeutung.Unter anderem, weil ich kranke Wildtiere erbeute. Ich lebe meist in Rudelnvon bis zu acht Tieren. Im 19. Jahrhundert wurde ich in Österreich ausgerottet.Mittlerweile siedle ich mich in den heimischen Wäldern wieder an.Eurasischer WolfIch bin das größte Huftier in den heimischen Wäldern. Durch mein Fellund meinen Kot trage ich zur Verbreitung von Samen bei.RothirschIch bin ein `Neozoon . Bei Gefahr stelle ich mich tot und bleibe mitgeöffneten Augen starr liegen. Aus einziger Vertreter der Familie derHunde halte ich im Winter eine Winterruhe.Marderhund
Neozoon

Verschiedene Tiere in verschiedenen Wäldern

Das Ökosystem Wald ist für viele Tiere ein wichtiger Lebensraum, in dem sie ihre Behausungen bauen, ihre Nahrung finden und ihren Nachwuchs aufziehen. Die Bewohner des Waldes sind an die Waldart, in der sie leben, angepasst. Zum Beispiel:

  • Gämsen leben in hochgelegenen Gebirgsregionen. Ihre spreizbaren Klauen und weichen Sohlen ermöglichen es ihnen, im felsigen Gelände bis zu 2m hoch und 6mweit zu springen.
  • Grasfrösche leben in Auwäldern. Diese sind durch die Nähe zu Flüssen und Bächen gekennzeichnet, die regelmäßig über die Ufer treten. Diese Überschwemmungen schaffen zahlreiche kleine Gewässer und Tümpel, die für die Fortpflanzung von Grasfröschen unerlässlich sind.

Gämse
Gämsen sind an ein Leben im Gebirge angepasst.
Grasfrosch
Der Grasfrosch lebt im Auwald.

Lerne hier weitere heimische Tierarten kennen und wähle aus, um welches Tier es sich handelt und ob es im Tief- oder Hochland lebt!

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___ ernähren sich im Frühjahr, wenn sie wenig pflanzliche Nahrung finden,von Tieren, die im Winter verstorben sind. Dadurch wird die Ausbreitung vonKrankheiten verhindert.___ vergraben im Herbst Samen, Nüsseund Pilze. Daraus können sich neue Pflanzen und Pilze entwickeln.Er trägt zum ökologischen Gleichgewicht bei. Er frisst Nagetiere und Hasentiere. Der___ kann auch Rehe und Hirsche als Nahrung erbeuten. Charakteristisch sindseine 5 cm langen Haarpinsel an den Ohren. Mit diesen bestimmt er die Windrichtungund kann sich bei der Jagd somit noch besser an seine Beute heranschleichen.___ wühlen im Laub und im Boden nach Nahrung. Durch das Wühlen wirdder Boden gelockert. Neben Wurzeln, Knollen, Eicheln und Früchten fressen sieSchnecken, Insekten, Würmer, Mäuse und auch Aas.Der ___ ist die Gesundheitspolizei des Waldes. Er ernährt sich von Aasund verhindert somit die Ausbreitung von Krankheiten durch tote Tiere im Wald.Außerdem erbeutet er schwache und kranke Tiere.Der ___ ist ein Tarnungskünstler. Sein Fell verfärbt sich im Frühjahrvon weiß zu grau bis braun. Damit er sich auf Schnee fortbewegen kannund nicht einsinkt, hat er an den Hinterpfoten lange Haare.Teile vom Winterfell, das die ___ im Frühjahr verlieren, nutzen Vögel zum Nestbau.Das abgeworfene Geweih ist für Nagetiere gesund, weil es unter anderem Calcium enthält.Außerdem verbreiten ___ Samen, die im Fell hängen bleiben oder mit dem Kotausgeschieden werden.Der ___ wärmt sich gerne in der Sonne auf, was durch seine schwarzeFärbung gut gelingt. Er lebt vorwiegend an Land und braucht nicht unbedingt einGewässer zum Überleben. Eine Besonderheit ist, dass er seine Jungen lebend zur Weltbringt.Der ___ besiedelt Laubwälder und auch Doldengewächse am Waldrand.Seine Brut braucht zwei Jahre, um sich zu entwickeln. Seine besondere Zeichnungschützt ihn vor Fressfeinden, da ihn diese schwer von Wespen unterscheiden können.Durch die spreizbaren Schalen, wie die Klauen der Paarhufer genannt werden,und die weichen Sohlen kann sich die ___ im Hochgebirge geschickt fortbewegen.Die ___ hat ein dichtes Fell. Um Futter zu finden, zieht sie sich in Gebiete zurück,wo auch im Winter genug Nahrung zu finden ist.Der ___ trägt zur Populationsregulierung bei. Er jagt aus der Luft oder von einemAnsitz aus und ergreift die Beute mit seinen kräftigen Zehen und Krallen. Der ___ernährt sich vor allem von kleinen bis mittelgroßen Säugern, aber auch von Vögeln undReptilien. Daneben frisst er auch Aas.Junge ___ ernähren sich von Insekten, Würmern und anderen wirbellosen Tieren.Im Erwachsenenalter ernähren sie sich vorwiegend pflanzlich. Eine Besonderheit ist ihrBalzverhalten, bei dem sie zum Beispiel zischende und kullernde Laute von sich gebenund einen Tanz aufführen, bei dem sie bis zu 1 m Meter hohe Sprünge vollführen.Die ___ kann im Flug bis zu 60 km/h erreichen.Wegen ihrer Schnelligkeit kann sie ihre Beute im Flug fangen.

Ökologische Nischen

Die in einem Ökosystem vorkommenden Tierarten haben unterschiedliche Ansprüche an ihren Lebensraum, um Nahrung, Schutz, Paarungspartner und Brutplätze zu finden. Dadurch können sie nebeneinander existieren. Je ähnlicher die Lebensweisen verschiedener Tierarten sind, umso mehr stehen sie in Konkurrenz um die benötigten Ressourcen.

Als ökologische Nische wird die Gesamtheit aller biotischen und abiotischen Faktoren bezeichnet, die für ein Tier lebensnotwendig sind.

Beispiel: Eurasisches Eichhörnchen und Baummarder
Das Eurasische Eichhörnchen und der Baummarder bewohnen einen ähnlichen Lebensraum. Sie sind geschickte Kletterer und halten sich bevorzugt in der Baumschicht auf. Eichhörnchen sind tagaktiv und fressen vor allem pflanzliche Nahrung. Baummarder sind nachtaktive Raubtiere und Allesfresser. Baummarder bewohnen manchmal auch verlassene Kobel von Eichhörnchen. Eichhörnchen zählen auch zur Beute von Baummardern.

Finde die vier Bewohner dieser Fichte!

Klicke die Tiere an und entdecke, welche Rolle dieser Baum in ihrem Leben spielt!

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Beispiel: Spechtarten
Auch nah verwandte Arten beanspruchen unterschiedliche ökologische Nischen. Spechtarten unterscheiden sich in ihrem Körperbau (z. B. Größe, Schnabellänge) und ihren Aufenthaltsbereichen im Wald. Sie haben sich auf unterschiedliche Nahrung spezialisiert, wodurch sie nebeneinander existieren können.

SpechtnameKlettert auf Bäume und lebt imDickicht, frisst Ameisen undhört gern laute Musik
Die Spechtarten sind auf unterschiedliche Lebensbereiche und Nahrung spezialisiert.

Nistplätze

Vögel leben in den verschiedenen Stockwerken des Waldes. Sie finden dort ihre Nahrung und bauen ihre Nistplätze.

  • Kronenbrüter bauen ihre Nester in der Baumschicht.
  • Stammbrüter nisten in den Astgabeln der Bäume.
  • Höhlenbrüter brüten in Baumhöhlen.
  • Buschbrüter bauen ihre Nester in der Strauchschicht.
  • Bodenbrüter nisten am Waldboden.

Wo brüten diese Vögel? Wähle den richtigen Nistplatz aus! Klicke danach auf das Vogelbild, um mehr Infos zu erhalten!

Wo ist mein Nistplatz?

?Kleiber

Nützlinge und Schädlinge

Im Wald gibt es Nützlinge und Schädlinge. Nützlinge sind Lebewesen, die den Wald schützen, indem sie Schädlinge fressen, die zum Beispiel Pflanzen Schaden zufügen würden.

Bedenke!
Die Begriffe Nützling und Schädling zeigen, wie wir Menschen Tiere und Pflanzen nach unserem Nutzen oder Schaden einordnen. In der Natur gibt es diese Einteilung nicht. Jedes Lebewesen spielt eine wichtige Rolle und trägt zum Gleichgewicht in der Natur bei.

Besprecht gemeinsam, warum Menschen diese Tiere als nützlich oder schädlich betrachten könnten!

fgEr ernährt sich von frischem Kot von pflanzenfressenden Säugetieren. Dieser Kot enthältneben Pflanzenteilen und Mikroorganismen viel Flüssigkeit, die der Käfer aufnimmt,um seinen Flüssigkeitshaushalt zu decken. Getrockneten Dung vermeidet er. Mit demFressen von Kot vernichtet er auch Krankheitserreger. Außerdem befördert er denDung unter die Erde und versetzt diese dadurch mit Nährstoffen.Gemeiner` Mistkäfer
Mistkäfer
Sie sind nachtaktiv und ernähren sich von Insekten. Der Biss von Fledermäusen kanngefährlich sein, weil sie Krankheiten wie zum Beispiel Tollwut übertragen.FledermäuseSie spielen eine wichtige Rolle bei der Bestäubung von Pflanzen und tragendadurch zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei. Wildbienen können sich in Größe,Farbe und Aussehen stark unterscheiden. Sie sind oft kleiner als Honigbienen undhaben eine breite Palette an Farben, darunter schwarz, braun, metallisch blauoder grün. Die meisten Wildbienen sind ` solitär lebende Bienen, das bedeutet, dasssie keine sozialen Strukturen wie Honigbienen aufweisen. Weibliche Wildbienen bauen Nester und versorgen ihre Larven mit Pollen und Nektar, bevor sie sichverpuppen.` Wildbienen
Wildbienen
solitär lebende
Sie sind staatenbildend und ernähren sich von Raupen, Larven, Honigtau undInsekten. Zu ihrer Nahrungsquelle zählen also viele Schädlinge, deshalb sindsie für das ökologische Gleichgewicht von großer Bedeutung. Sie schützenden Wald vor Insektenkahlfraß.WaldameisenEs gibt fast 300 Arten von Schmetterlingen und deren Raupen, die Eichen befallen.Dazu zählen zum Beispiel der Eichenprozessionsspinner, die Frostspanner, derEichenwickler und die Nonne.Die Raupen der Nonne befallen neben Eichen auch Fichten, Kiefern, Lärchen undBuchen. Sie können große Mengen an Nadeln und Blättern fressen und so denBaum schwächen. Eine Raupe kann bis zu ihrer ` Verpuppung bis zu 1000 Nadelnfressen bzw. anbeißen, wodurch sie von anderen Insekten oder Krankheiten befallenwerden können.Schmetterlinge undderen Raupen
Verpuppung

Borkenkäfer: nützlich oder schädlich?

Der Borkenkäfer wird allgemein als Schädling gesehen. Er sorgt aber dafür, dass kranke Bäume im Wald verschwinden, indem er sie befällt und schließlich zum Absterben bringt. Er gehört zur Familie der Rüsselkäfer und ist braun bis schwarz gefärbt. In unseren Wäldern sind insbesondere die Arten Buchdrucker und Kupferstecher verbreitet.

Buchdrucker
Buchdrucker
Kupferstecher
Kupferstecher
Fraßbild des Buchdruckers: einarmiger, längs-gerichteter Muttergang
Fraßbild des Buchdruckers: Rammelkammer (wird vom Männchen angelegt) in der Mitte, davon führen die Muttergänge weg. Die schmalen Gänge sind die Larvengänge.
Fraßbild des Kupferstechers: sechsarmiger Sterngang
Fraßbild des Kupferstechers: Von der Rammelkammer führen die Muttergänge weg (i.d.R. 3 bis 6). Die schmalen, nahe beieinander liegenden, Gänge sind die Larvengänge

Das Borkenkäfer-Männchen befällt einen kranken Baum. Meist handelt es sich um Fichten. Das Weibchen legt nach der Begattung die Eier unter der Borke ab. Die typischen Gänge werden von den Larven in die Borke gefressen. Durch die Larvengänge können die Nährstoffe im Baum nicht mehr transportiert werden und der Baum stirbt.

In der Forstwirtschaft sind sie gefürchtete Schädlinge, weil sie bei einer Überpopulation auch gesunde Bäume befallen.

Was sind mögliche Gründe für eine Überpopulation und welche Rolle spielt dabei der Mensch? Besprecht in Kleingruppen!

Info für Lehrende

Auch diese Tiere bewertet der Mensch als nützlich oder schädlich. Ordne die Tiere den Aussagen zu!

Waldameise
Marienkäfer
Eurasischer Wolf
Fichtenrüsselkäfer
Kreuzspinne
Wildbiene
Kleiber
Buntspecht
Afterraupe
Engerling
Eurasisches Eichhörnchen
Biene
Ich niste in Baumhöhlen. Ich suche nach Stellen am Baumstamm, welche leicht aufgeklopft werden können und verhindere dadurch die weitere Fäulnis dieser Bäume.
______
Fragezeichen Eichhörnchen
Ich vergrabe die Früchte von Bäumen und trage somit zur Verbreitung dieser Bäume bei.
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Fragezeichen Waldameise
Ich werde auch Gesundheitspolizei des Waldes genannt.
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Fragezeichen Kleiber
Ich fresse die Samen von Pflanzen und verbreite sie durch das Ausscheiden über den Kot.
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Fragezeichen Specht
Ich niste in Baumhöhlen. Ich suche nach Stellen am Baumstamm, welche leicht aufgeklopft werden können und verhindere dadurch die weitere Fäulnis dieser Bäume.
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Fragezeichen Engerling
Ich befalle die Wurzeln von Bäumen. Ich bin eine Larve des Maikäfers.
______
Fragezeichen Wildbiene
Ich bestäube die Blüten der Pflanzen des Waldes, damit sie später Früchte hervorbringen.
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Fragezeichen Eurasischer Wolf
Ich ernähre mich unter anderem von Rehen, welche bei einer zu großen Population Schaden an Baumrinden und jungen Sprossen anrichten.
______
Fragezeichen Marienkäfer
Ich ernähre mich von Blattläusen, welche die Pflanzen durch das Aussaugen des Pflanzensafts schwächen können.
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Fragezeichen Fichtenrüsselkäfer
Am liebsten fresse ich die Rinde und das Kambium von Nadelhölzern.
______
Fragezeichen Afterraupe
Ich fresse die Blätter von Laubbäumen vom Blattrand nach innen auf. Ich bin die Larve einer Echten Blattwespe.
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Fragezeichen Kreuzspinne
Ich fange Insekten in meinem Netz.
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